Thermische Speicher rein, Erdgas raus! ENERGYNEST im Handelsblatt Journal

Handelsblatt Journal zur Zukunft der Industrie November 2022

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Wenn über die Abkehr vom Erdgas debattiert wird, dann häufig über Gasheizungen in Privathaushalten oder über die Verstromung in Gaskraftwerken. Noch zu selten geht es um die energetische Nutzung in der Industrie. Dabei entfallen knapp ein Viertel des deutschen Primärenergieverbrauchs von Erdgas auf diesen Bereich – konkret: auf Prozesswärme. Sie ist der wahre Hemmschuh in der Flucht aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Da die Gasknappheit Deutschland auch im kommenden Winter 2023/24 beschäftigen und Sektoren wie Chemie und Lebensmittelproduktion in ihrer Produktionsfähigkeit bedrohen wird, gibt es für viele Industrieunternehmen schon jetzt kaum eine Alternative zur strombasierten Wärmeerzeugung. Lösungen für die Elektrifizierung der Wärmeversorgung müssen zügig in die Werke. Dabei wird es vor allem auf Technologien ankommen, die auf dem Markt bereits verfügbar und kommerziell erprobt sind.

 

Mit thermischen Speichern können Industrieunternehmen ihre Produktionsprozesse mit Wärme auch unter deutlich verringertem Einsatz von Erdgas aufrechterhalten. Dampf, der vorher noch fossil erzeugt wurde, wird durch grüne Energie ersetzt, die als Ökostrom in den Speicher eingespeist und als Dampf in die Prozesse abgegeben wird. ENERGYNEST, europäischer Hersteller von thermischen Batterien, zeigt bereits in ersten Projekten, wie genau das in der Praxis funktioniert. So hat ENERGYNEST etwa eine Anlage beim Verpackungshersteller AveryDennison in Belgien im Bau, in der die Speicher mit einer Solarthermie-Anlage verbunden werden. Die Anlage kann Sonnenenergie einspeichern und zeitversetzt als industriellen Prozessdampf wieder ausspeisen. Das Resultat: Die Nutzung von Solarenergie bei Nacht – heute noch ein vermeintlicher Widerspruch – wird zur Realität. Erste Berechnungen zeigen: Drei Viertel des zuvor genutzten Erdgases können im betroffenen Produktionsprozess dadurch eingespart werden.

 

ENERGYNEST kann ein Projekt in weniger als zwölf Monaten realisieren. Das macht thermische Speicher zu einem Vorstoß in der Krise, der nicht nur nachhaltig und wirtschaftlich ist, sondern auch schnell implementier- und skalierbar. Nehmen Sie thermische Energiespeicher also mit in Ihr nächstes Management-Meeting und setzen Sie ein Zeichen für aktives Krisenmanagement!

 

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