ENERGYNEST entwickelt und liefert integrierte Power-to-Heat-Systeme für industrielle Prozesswärme.
Die modulare ThermalBattery™ bildet das thermische Herzstück dieser Systeme. In Kombination mit elektrischen Heizeinheiten, optionaler Dampferzeugung oder Wärmetauschern, Balance-of-Plant-Komponenten und intelligenter Regelung entsteht ein vollständig integriertes System zur Umwandlung, Speicherung und Bereitstellung von Wärme aus elektrischer Energie.
Unsere Systeme sind darauf ausgelegt, sich nahtlos in bestehende industrielle Prozesse zu integrieren und nach Inbetriebnahme weitgehend autonom zu betreiben.
ENRGYNEST liefert vollständige Power-to-Heat-Systeme aus einer Hand:
Diese Systemarchitektur ermöglicht gleichzeitiges Laden und Entladen, Lastverschiebung sowie die Integration in bestehende Energie- und Prozessleitsysteme.
1. Stromaufnahme & elektrische Wärmeerzeugung
Strom aus dem Netz oder aus Eigenerzeugung wird über einen elektrischen Heizer in Wärme umgewandelt.
Die elektrische Leistung und Wärmestrategie werden an Netzbedingungen und Prozessanforderungen angepasst.
2. Wärmeübertragung & Speicherung
Das erhitzte Thermalöl strömt durch in HEATCRETE® eingebettete Stahlrohre und überträgt die Energie auf den Festkörperspeicher.
Die ThermalBattery™ speichert die Energie mit sehr geringen Verlusten über Stunden oder Tage.
3. Entladung & Wärmeabgabe
Bei Bedarf wird die gespeicherte Wärme an das Prozesssystem abgegeben – als Thermalöl, Dampf oder Heißluft.
Bypass- und Regelventile sorgen für konstante Auslasstemperaturen.
4. Betriebssicherheit & Redundanz
Das System wird parallel zur bestehenden Wärmeversorgung integriert.
Bestehende Kessel bleiben jederzeit als Backup verfügbar und werden nicht funktional ersetzt.
Unser Power-to-Heat-System liefert Prozesswärme in Form von gesättigtem oder überhitztem Dampf, heißem Thermoöl oder Heißluft bei Temperaturen von ca. 120 °C bis über 300 °C. Die ThermalBattery™ kann bis zu 390 °C betrieben werden. Die maximale Ladetemperatur unseres Speichers liegt bei etwa 390 °C, wenn konventionelle Kohlenstoffstahlrohre verwendet werden. Wirtschaftliche Anwendungen laden im Bereich von 250 °C bis 390 °C und entladen im Bereich von 120 °C bis 300 °C. Üblicherweise liegen die kundenspezifischen Lösungen zwischen 5 MWh und 1000 MWh, mit Lade- bzw. Entladezeiten von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden.
Die Auslegung erfolgt stets prozessspezifisch auf Basis des realen Wärmebedarfs und der gewünschten Betriebsstrategie.
Der thermische Speicher besteht ausschließlich aus Stahl und Festkörpermaterial. Keine beweglichen Teile im Speicher, keine chemischen Reaktionen.
Je nach Strommix amortisiert sich der CO₂-Footprint der Anlage innerhalb weniger Monate.
Aufgrund des Designs und der Materialauswahl stellt unsere ThermalBattery™ eine kosteneffiziente Lösung zur Abwärmerückgewinnung dar. Die Module werden von unseren Partnern außerhalb des Werks hergestellt und an unsere Kunden zur einfachen Montage vor Ort geliefert – das spart Kosten und steigert den Wert.
ENERGYNEST-Module werden unter Einhaltung der geltenden Vorschriften und Normen entwickelt und sind aufgrund ihrer komplett verschweißten Rohrleitungen eigensicher. Außerdem werden sie vor der Auslieferung an den Kunden strengen Tests und Zertifizierungen unterzogen und tragen das CE-Zeichen.
Wenn die Module vor Ort ankommen, sind sie sofort montagebereit, was die Bauzeit erheblich verkürzt und den Kunden einen schnelleren Zugang zu den betrieblichen Vorteilen ermöglicht.
Das ENERGYNEST Power-to-Heat-System wird bis zu definierten Prozessschnittstellen geliefert und integriert. Bestehende Kessel, Turbinen oder Verbraucher bleiben unverändert Bestandteil der Anlage. Das System ist für den Parallelbetrieb ausgelegt und ersetzt keine sicherheitskritischen Bestandskomponenten.
Die Systemsteuerung priorisiert jederzeit Prozesssicherheit vor Wirtschaftlichkeit.
Markt- und Flexibilitätsoptimierung erfolgt ausschließlich innerhalb definierter Betriebsgrenzen und unter Berücksichtigung der aktuellen Prozessanforderungen.
Das ENERGYNEST Power-to-Heat-System ist kein elektrochemischer Stromspeicher und kein Wasserstoffsystem. Es wandelt elektrische Energie direkt in speicherbare Prozesswärme um und vermeidet damit Umwandlungsverluste, zusätzliche Medien und sicherheitsrelevante Komplexität.
Das System ist für industrielle Dauerbetriebe ausgelegt. Durch parallele Integration und redundante Wärmeerzeugung bleibt die Prozesswärmeversorgung auch bei Wartung oder Teilausfällen jederzeit gesichert.
Die ThermalBattery™ ist das zentrale thermische Speicherelement aller ENERGYNEST-Power-to-Heat-Systeme. Sie basiert auf einem modularen Festkörperdesign aus HEATCRETE® und Stahl und ist für eine Lebensdauer von über 25 Jahren ausgelegt.
Das Design unseres Systems und die Ergebnisse unserer ThermalBattery™-Pilotanlage wurden im Journal of Energy Storage als Peer-Review-Artikel „Long-term performance results of concrete-based modular thermal energy storage system“ veröffentlicht.
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Elektrochemische Batterien, wie Lithium-Ionen- und Bleibatterien, benötigen Strom zum Laden, während die ENERGYNEST ThermalBattery™ mit Wärme geladen wird. Das bedeutet, dass die ThermalBattery™ für Anwendungen (wie etwa Kraft-Wärme-Kopplung) eingesetzt werden kann, die mit elektrochemischen Batterien physikalisch nicht möglich sind. Darüber hinaus hat die ThermalBattery™ eine wesentlich längere Lebensdauer, weist nahezu keine Leistungseinbußen auf und besteht aus vollständig recycelbaren Materialien. Diese Materialien bestehen in erster Linie aus Stahl und Beton, also aus günstigen und weltweit verfügbaren Rohstoffen. Aus diesem Grund ist das System wesentlich kostengünstiger als Batterien.
Wir bieten unseren Kunden die für ihre Situation günstigste Option an, die in der Regel eine der folgenden ist: Der Kunde bringt seinen EPC-Anbieter mit und ENERGYNEST berät vor Ort, um ihn beim Bau der ThermalBattery™ zu begleiten. Oder wir gestalten zusammen mit einem unserer internationalen EPC-Partner eine passende, schlüsselfertige Lösung für unsere Kunden.
Wir arbeiten nur mit nach ISO 9001:2015 zertifizierten Lieferanten und Partnern zusammen, die ein Höchstmaß an Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen setzen. Darüber hinaus führen wir gemeinsam mit zertifizierten Stellen 2nd-Party-Audits und eine Vor-Ort-Überwachung in den kritischen Phasen des Bauprozesses durch.
Die Vorlaufzeit für die Installation einer ThermalBattery™ beträgt in der Regel 12 bis 15 Monate nach Unterzeichnung des Vertrags. Dieser Zeitraum umfasst die Fertigstellung der ThermalBattery™-Konstruktion, die Vorbereitung und den Transport der Schlüsselkomponenten sowie den gesamten Bauprozess, der Bauarbeiten und die kalte Inbetriebnahme beinhaltet. Die genaue Dauer kann je nach Größe und Standort des Projekts variieren, aber alle notwendigen Schritte sind in der angegebenen Vorlaufzeit berücksichtigt.
Die CO2-Emissionen sind in hohem Maße von den jeweiligen Umständen abhängig und können von einem Projekt zum anderen variieren. Sicher ist, dass die Auswirkungen im Allgemeinen nicht wesentlich größer sind als die von Zement. Bei einer konservativen Schätzung würden die Gesamtemissionen bei 15 kg pro kWh Speicherkapazität liegen. Die Treibhausgasintensität der Elektrizitätserzeugung unterscheidet sich dabei jen nach EU-Mitgliedstaat erheblich. Die durchschnittliche THG-Emissionsintensität der Stromerzeugung in der EU liegt jedoch bei etwa 250 g/kWh. Einer groben Einschätzung zufolge amortisiert sich die CO2-Schuld für eine ThermalBattery™ nach zwei bis drei Monaten. Daher wird die ENERGYNEST ThermalBattery™, unabhängig von der Art des Projekts, ihren CO2-Fußabdruck schnell wieder ausgleichen. Die ThermalBattery™ ist eine intelligente und kosteneffiziente Lösung zur Verringerung der CO2-Emissionen in wärmeintensiven Branchen.
Die ENERGYNEST-Projektentwickler beginnen damit, die Prozessdaten der Anlagen auszuwerten. Dazu gehört die Analyse der verschiedenen Wärmequellen und Wärmesenken in Bezug auf Temperatur, Druck und Durchflussmengen. In vielen Industrieanlagen gibt es Prozesse, deren Energieerzeugung und -verbrauch entweder lückenhaft oder stark schwankend sind. Indem ENERGYNEST thermische Energie aus Hochtemperatur-Abwärmequellen zurückgewinnt, speichert und zu einem späteren Zeitpunkt in nachgelagerte Prozesse einspeist, eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten der Abwärmenutzung: Anstatt fossile Brennstoffe zu verbrauchen, um die benötigte Wärme zu erzeugen, kann die Industrie einfach auf gespeicherte Wärmeenergie zurückgreifen. Die Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe ermöglicht eine entsprechende Reduzierung der Kohlenstoffemissionen. Die ThermalBattery™ ermöglicht den Betreibern von Industrieanlagen also ein optimales Management ihres Energieverbrauchs.
Die ThermalBattery™ ist die ultimative Flexibilitätslösung für Wärmekraftwerke. Sie kann direkt in bestehende Dampfkreisläufe integriert werden und bietet so einen Dampfspeicher zwischen Kessel und Turbine. Dies ermöglicht es den Betreibern, ihren Kessel kontinuierlich zu nutzen und gleichzeitig die elektrische Leistung nach Bedarf zu erhöhen oder zu reduzieren. Je nach Situation kann die Reaktionszeit des Systems auf weniger als 7 Sekunden gedrosselt werden. Dies macht die ThermalBattery™ zu einer perfekten Lösung, um thermische Kraftwerke mit der notwendigen Flexibilität auszustatten, auf primäre Frequenzänderungen reagieren zu können. Die ThermalBattery™ kann also für eine kurze oder lange Reaktionszeit ausgelegt werden – je nachdem, was den größten Nutzen auf den Strommärkten bringt.
Die Materialkosten für unsere Basisspeichermodule hängen von der tatsächlichen Speicherkapazität sowie den individuellen Projektbedingungen ab. Dazu gehören das Speichermedium, dessen Umhüllung und die Mittel zur Einspeisung und Entnahme von Wärme aus dem Medium. Außerdem sind die lokalen EPC-Kosten zu berücksichtigen, die von Projekt zu Projekt erheblich variieren können. Die Gesamtkosten des Systems unterscheiden sich daher je nach Größe, Funktionalität, Unterkomponenten sowie geografischem Standort.
Unser Speichermaterial HEATCRETE® wurde bei Temperaturen von bis zu 550°C getestet und gewährleistet bis zu 450°C eine einwandfreie Funktion.
Das Speichermaterial ist so konzipiert, dass es einen ähnlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten wie die eingegossenen Kohlenstoffstahlrohre hat.
Bei täglicher Beanspruchung würde eine ThermalBattery™ in 50 Jahren Betrieb weniger als 20.000 Zyklen durchlaufen. Da die Belastungswerte weit von den Versagenswerten für Beton entfernt sind, stellen Spannung und Ermüdung für unser ThermalBattery™-System selbst bei 10.000 - 20.000 Zyklen keine Probleme dar.
Die ThermalBattery™ selbst weist während des Betriebs keine Leistungseinbußen auf, da das System vollständig aus langlebigem Beton und Stahl besteht und somit Zehntausende von Belastungszyklen aushalten kann. Alle Materialien werden innerhalb von Grenzwerten eingesetzt, die ihre Funktionsfähigkeit für bis zu 50 Jahre gewährleisten.
ENERGYNEST konzipiert die Thermal Battery™ so, dass technische Risiken minimiert werden, um die garantierte Leistung zu gewährleisten. Jedes Thermal Battery™-Modul wird in Übereinstimmung mit der Druckgeräterichtlinie 2014/86/EU entwickelt und hergestellt, und ist individuell CE-gekennzeichnet. Das Energiespeichermaterial wurde einer Vielzahl von Tests unterzogen – sowohl in Laboren als auch in realen Pilotanlagen –, und die Leistung wird von externen Prüfern zertifiziert. Daten über die genaue Leistung und die nachgewiesene Systemleistung können auf Anfrage mitgeteilt werden.
Die thermischen Verluste betragen bei Großprojekten weniger als 2 % über 24 Stunden. Bei kleineren Projekten sind die Verluste etwas höher, da das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen zunimmt.
Die ThermalBattery™ ist sehr wartungsarm, da es außer einigen Regelventilen an der Rohrleitungsschnittstelle zur Anlage keine beweglichen Teile gibt.
Die ENERGYNEST ThermalBattery™ kann sehr schnell reagieren und bietet alles vom kurzfristigen Frequenzgang (30 Minuten Laden/Entladen) bis hin zu längeren Zyklen über mehrere Tage hinweg.
Die Leistung der ThermalBattery™ basiert auf Messungen der HTF-Einlass- und -Auslasstemperatur und des Massenflusses durch das System. Diese Parameter ermöglichen eine genaue Leistungsüberwachung. Im Falle von Wasser/Dampf wird die Leistung auf Grundlage des Massenflusses des Fluids in flüssiger Form (Wasser) oder in Form von Dampf in Kombination mit Temperatur und Druck gemessen.
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