Erneuerbare Energien: Mythen und Wahrheit

Erneuerbare Energien – Mythen und Wahrheit

Verfasst von

Teilen

„Regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind können auch langfristig nicht mehr als vier Prozent unseres Strombedarfs decken“, verkündeten große deutsche Stromversorger 1993. Was für ein Irrtum! Heute liegt der Anteil erneuerbarer Energien bei gut 50 Prozent. Rund um die Energiewende kursieren vieler solcher Mythen. Zeit für Fakten.

 

Erneuerbare Energien und ihre Notwendigkeit für die Energiewende

Windräder, Solarparks, Wasserkraftwerke: Erneuerbare Energien sind die Voraussetzung, um aus fossilen Brennstoffen auszusteigen, den menschengemachten CO2-Ausstoß zu begrenzen und den Klimawandel zu bremsen. Dabei geht es um mehr als die Stromversorgung: Auch Sektoren wie der Verkehr und die Industrie müssen auf grünen Strom oder mit dessen Hilfe erzeugte grüne Moleküle wie Wasserstoff umsteigen – und das laut dem Weltklimarat so schnell wie möglich.

 

Fünf Mythen, die Unternehmen von der Energiewende abschrecken

Doch gerade Unternehmen, die für einen Großteil der heutigen CO2-Emissionen verantwortlich sind, scheuen vor der Umstellung oft zurück. Nicht selten liegt das an Unwissenheit oder bewusst gestreuten Falschmeldungen. Doch die lassen sich widerlegen. Fünf Mythen über die Energiewende, und was wirklich daran ist:

 

Mythos 1: „Erneuerbare Energien sind teurer als konventionelle Energiequellen“

Richtig ist: Der Strompreis für Endkunden hat sich seit Beginn der Energiewende mehr als verdoppelt. Daran sind allerdings nicht die Erneuerbaren schuld, sondern zum einen Steuern, Netzentgelte und Abgaben, die zusammen fast zwei Drittel des Strompreises ausmachen. Zum anderen sind die Kosten für fossile Rohstoffe wie Kohle und Gas gestiegen und verteuern folglich den Strom aus Kohle- und Gaskraftwerken. Wind und Sonne dagegen sind kostenlos. Wann immer die Erneuerbaren bei guten Wetterbedingungen den Großteil des Stromverbrauchs decken, fallen an der Strombörse deshalb die Preise. Das ist im Zuge ihres Ausbaus immer öfter der Fall. Zugleich verteuert der steigende CO2-Preis fossile Energiequellen fortlaufend.

 

Mythos 2: „Erneuerbare Energien können den Energiebedarf nicht decken“

Richtig ist: Windräder und Solarparks sind wetterabhängig; bei Flaute und Dunkelheit liefern sie keinen Strom. Doch für diese Zeiten wird mit verschiedenen Maßnahmen vorgesorgt. Dazu zählt der Ausbau der Stromnetze – denn fast nie herrschen in ganz Europa dieselben Wetterbedingungen, sodass sich verschiedenen Regionen gegenseitig aushelfen können. Zentral ist daneben der Ausbau von Speichern. Elektrische Batteriespeicher puffern kurzzeitige Netzschwankungen aus, den langfristigen Bedarf deckt in Kavernen gespeicherter grüner Wasserstoff. Entscheidend sind für Unternehmen mit großem Wärmebedarf zudem Thermalspeicher wie die ThermalBattery™. Sie ermöglicht es, die Vorteile erneuerbarer Energien zu nutzen, ohne Kompromisse bei der Energieverfügbarkeit und -stabilität einzugehen. Die Technologie kann als Puffer für unvorhersehbare Energiespitzen dienen und sicherstellen, dass Unternehmen ihre Energieziele erreichen, während sie gleichzeitig ihre CO2-Emissionen reduzieren.

 

Mythos 3: „Die Technologie ist noch nicht ausgereift“

Richtig ist: In den Anfangstagen der Energiewende waren Solarmodule und Windräder teuer – wie jede Technologie zu Beginn ihrer Entwicklung. Doch inzwischen ist die Leistung der Anlagen förmlich explodiert, während die Preise implodiert sind. Weltweit werden heute Solaranlagen mit einer Kapazität von mehr als einem Gigawatt aufgestellt – jeden einzelnen Tag. Ähnlich verlaufen die Kurven bei Speichertechnologien.

 

Mythos 4: „Die Herstellung von Anlagen für erneuerbare Energien ist umweltschädlich“

Richtig ist: Windräder, Solarpaneele und Batteriespeicher benötigen Rohstoffe, die vor allem im Fall seltener Metalle in der Vergangenheit unter teils fragwürdigen Bedingungen gewonnen wurden. Doch die Branche entwickelt sich weiter. Lithium etwa kommt vor allem aus dem gewöhnlichen Bergbau in Australien und nicht überwiegend aus fragilen Ökosystemen in Bolivien, wie oft behauptet. Künftig soll es auch in Deutschland gewonnen werden, als Beiprodukt von Geothermiebohrungen. Und während Stahl endlos recycelbar ist, verbrauchen Kohlekraftwerke und Verbrennungsmotoren laufend neue Rohstoffe. Gerade die Ölförderung zieht eine Spur der Verwüstung um den Globus.

 

Mythos 5: „Erneuerbare Energien sind ineffizient und instabil“

Richtig ist: Wenn Wind- und Solarparks mehr Energie liefern, als das Stromnetz abtransportieren kann, werden sie häufig abgeregelt und die Betreiber entschädigt. Allerdings werden die Netze ausgebaut und zugleich Strom-, Wärme- und Wasserstoffspeicher geschaffen, sodass die Energie immer effizienter genutzt wird.

 

Fazit: Warum Unternehmen auf erneuerbare Energien umsteigen sollten

Ein Unternehmen ohne Klimastrategie hat keine Strategie, sagen Unternehmensberater. Wer langfristigen Erfolg sucht, kommt am Ausstieg aus fossilen Brennstoffen nicht vorbei. Erneuerbare liefern dafür die Basis: Sie erzeugen sauberen Strom und reduzieren die Abhängigkeit von Energieimporten aus mitunter unzuverlässigen Ländern. Gerade in Verbindung mit Speichern werden sie für Unternehmen zum Wettbewerbsvorteil.

 

An ENERGYNEST interessiert oder Fragen zu unseren thermischen Energiespeicherlösungen oder zu unseren Anwendungen für Ihre Branche?

 

Wir freuen uns über jede Nachricht!

Neuigkeiten

Der Umstieg auf erneuerbare Energien bietet Unternehmen nicht nur zahlreiche Vorteile, die Umstellung birgt auch einige Herausforderungen. Eine umfassende und vorausschauende Planung ist daher entscheidend.

Die Nutzung von erneuerbarer Energie für Power-to-Steam macht die industrielle Dampferzeugung grüner und nachhaltiger. Unternehmen können durch diesen innovativen Ansatz ihre CO2-Emissionen reduzieren und gleichzeitig ihre Betriebskosten senken.

Mit der ISO-Zertifizierung für das eigene Qualitätsmanagementsystem strebt ENERGYNEST weiterhin danach, höchste Standards einzuhalten und die internen Prozesse kontinuierlich zu verbessern.